Wanderstöcke für den nächsten großen Marsch

Mit großer Anstrengungsbereitschaft machten sich die jungen Wandersleute der neuformierten Geopark-LG daran, sich einen standesgemäßen Wanderstock zu schnitzen. Mit der Unterstützung von SAV-Urgestein Hermann Grupp und Wegwartin Angelika Tittl machte man sich querfeldein zunächst auf die Suche nach geeigneten Haselsträuchern. Im Essinger Ried wurde man dann schließlich fündig. Dass die Büsche jedoch auf der anderen Seite der Uferböschung der jungen Rems standen, entwickelte sich zumindest für einen der abenteuerlustigen Teilnehmer zum echten Problem. Eine kleine Unachtsamkeit beim Überqueren des Baches reichte prompt, um auf den klitschigen Steinen des Ufers auszurutschen und der Länge nach im kalten Remswasser zu landen.

Während der Unglücksrabe nach Hause gebracht wurde, machten sich seine Kameraden, nach der Einweisung in die Arbeit mit den Handsägen und dem Taschenmesser durch die Aufsichtspersonen, frisch und äußerst motiviert ans Werk. Es wurde gesichtet, gemessen, für gut befunden und dann fleißig gesägt. Die langen Ruten wurden mühsam über die Rems hinweg bugsiert, jetzt besonders vorsichtig die Böschung hinauf transportiert und schließlich auf einer sonnigen Streuobstwiese entastet und auf Länge gesägt. Dann ging es an die eigentlichen Schnitzarbeiten. Die dünne Rinde der Haselruten wurde an der künftigen Halteposition fein säuberlich abgeschält und geglättet. Schließlich galt es dem Stock eine individuelle Note in Form verschiedener Verzierungen zu verpassen. Die besonders talentierten Handwerker schafften es sogar ihre Namen oder Initialen in der Rinde zu verewigen.

Der anschließende Testmarsch weiter remsaufwärts und über den Bergrücken des Stürzel zeigte dann die Stärken und Schwächen der neuen Ausrüstungsgegenstände. Am Spielplatz im Ried wurden dann die letzten Feinarbeiten und erste Reparaturen an den Wanderstöcken getätigt, bevor man sie schließlich in der Schule für die anstehenden Herbst- und Wintertouren rund um Essingen einlagern konnte.


