Kl. 5a+5b: Auf Höhlentour rund um den Rosenstein

Zum Ende des Schuljahrs ging es für die beiden fünften Klassen auf eine abenteuerliche Tour hoch über Heubach. Den steilen Albanstieg mit eigener Muskelkraft zu erklimmen, war eine unvergessliche Erfahrung für die jungen Gemeinschaftsschüler. Auf dem Zickzack-Weg ging es von der Stellung hinauf zur bekannten ‚Kleinen Scheuer‘, gut erreichbar direkt unter der imposanten Burgruine. Anhand zahlreicher Funde wurde das harte Leben der eiszeitlichen Jäger beleuchtet und überprüft, ob der Geschichtelehrer auch gute Arbeit geleistet hat.

Nachdem man dann die eindrucksvolle Aussicht auf das Städtchen Heubach und das Albvorland genossen und die Reste der ehemaligen, mittelalterlichen Burganlage bewundert hat, orientierte man sich auf dem benachbarten Lärmfelsen an einer beschrifteten 360°-Bronzetafel. Dank guter Sicht war man in der Lage von hier bis weit ins Remstal hinabzublicken. So mancher schwindelffreie Schüler nutzte den Sockel der Orientierungstafel einfach ganz trivial als Fundament seines eigenen Denkmals.

Zum Besuch auf dem Rosenstein gehörte natürlich auch eine ausgiebige Spiel- und Grillpause bei der Waldschenke von Familie Mezger. Danach ging es auf dem Panoramaweg entlang des Albtraufs Richtung Westen, wo man viel über die keltischen Besiedlungsspuren und Wallanlagen erfahren konnte. Von hier hatten die Böbinger, Mögglinger und Lauterner Schüler der Parkschule einen wunderschönen Blick auf ihre Heimatgemeinden.

In einer schmalen Rinne gingf es am Sicherungsseil ganz vorsichtig hinab zu den eindrucksvollen Höhlen ‚Große Scheuer‘ und ‚Haus‘, deren Dimensionen so manchen Schüler staunen ließen.

Ebenso atemberaubend war der Blick vom Ostfelsen hinab auf das Gärtnerdorf Lautern und hinüber zu unserem Schulort Essingen. Man musste jedoch aufpassen, dass man nicht zu nah an den Abgrund geriet, denn hier hat schon so mancher Felssturz für böse Überraschungen gesorgt. Die dort nistenden Wanderfalken hörte man meist nur, denn die Brutzeit war im Juli schon vorbei.

Den krönenden Abschluss der Höhlentour bildete die Erkundung des ‚Finsteren Lochs‘. Bewaffnet mit der Taschenlampe und geschützt durch den Profihelm drangen die jungen Essinger Höhlenforscher in die enge, dunkle und ziemlich feuchte Höhle vor. Tropfsteine fand man dort leider nicht, aber auch der berüchtigte Höhlenlehm hatte seinen Reiz – zumindest für Mamas Waschmaschine! Trotzdem nahmen alle Kids der 5a und 5b die Möglichkeit wahr, fast 150 Meter tief in die Schwäbische Alb einzudringen. Da kam es dann auch vor, dass leichte Blessuren an Kopf, Knieen und am Hinterteil davongetragen wurden. Weil man sich in der Dunkelheit jedoch gegenseitig unterstützte, bereute niemand den Einstieg in die Finsternis der spektakulären Albhöhle.

Der Heimweg nach Essingen wurde dann auf Schusters Rappen bestritten. Über Lauterburg, mit seiner pittoresken Burgruine, ging per Linienbus der jungen Rems entgegen zurück bis zur Parkschule.